Wie, Du hast einen Bandscheibenvorfall?
- yoker5
- 5. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
"Aber Du kannst ja selber was machen, Du bist ja Yogalehrerin."
Diesen Satz habe ich häufiger gehört. Ja, stimmt, ich bin Yogalehrerin - aber eben auch kein Arzt.
Meine ersten Bandscheibenvorfälle, zwei an der Zahl, hatte ich vor fast 20 Jahren. Eindeutig verursacht durch Fehlhaltungen. Vor zwei Jahren hat sich einer der Bandscheibenvorfälle wieder bemerkbar gemacht. Das war kurz vor dem Ende meiner Yogaweiterbildung. Mit etwas Abstand kann ich auch den Grund erkennen: Überforderung! Ich bin vor 4 Uhr morgens aufgestanden, um vor der Arbeit noch meine Ashtanga Praxis zu absolvieren. Direkt vom Bett auf die Matte. Ich hatte viel zu wenig Schlaf und mein Körper war auf eine so intensive Praxis noch gar nicht vorbereitet.
Aber weißt du was ? Das hat mich zu einer besseren Lehrerin gemacht! Ich habe am eigenen Körper erfahren dürfen, wie mich Schmerzen einschränken. Ich habe gelernt, dass sich die Yogapraxis an mich anpassen darf und nicht anders rum. Ich habe gelernt in mich hinein zu hören, auf meinen Körper zu hören, Signale zu beachten und auch Entspannung in mein Leben einzuladen. Ich habe mit Yin Yoga, Yoga Nidra und vor allem mit der Myofaszialen Entspannung Techniken gelernt, die körperliche Spannungen lindern und damit auch Schmerzen.
Alle diese Dinge dürfen heute in meine eigene Praxis und auch in meine Unterrichte einfließen. Heute verstehe ich den Satz "es ist egal, wie der Nachbar auf seiner Matte neben dir Yoga praktiziert, bleib bei dir...". Genau dieses Gefühl möchte ich dir in meinem Unterricht vermitteln: lasse zu, dass sich deine Yogapraxis an deine Bedürfnisse anpasst, damit Yoga für dich zu einem positiven Erlebnis wird.

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